Der Ayurveda – Ein System, das sich mit dem individuellen Leben beschäftigt

Ayurveda“ wird überlicherweise verkürzt mit „Wissenschaft (veda)  vom langen und gesunden Leben“ (Ayus) aus dem Sanskrit übersetzt.

Ayus bedeutet „Leben“ und veda „Wissen“.

Der Ayurveda ist aber keine reine Wissenschaft, sondern ein umfassendes System, das sich mit dem Leben in seiner Multidimensionalität befasst. Das wird schon deutlich, wenn man sich mit den alten Schriften des Ayurveda, wie beispielsweise der Charaka Samhita, beschäftigt. Diese sind in einer exakten und gleichzeitig wunderbar spiriutellen Versform verfasst. Sie sind daher eher einer Kunstform, und weniger einer reinen wissenschaftlichen Abhandlung zuzuordnen. „Ayus“ geht auf den Wortstamm „yatu“ zurück. Yatu bedeutet „derjenige, der sich bewegt“.

Das Leben als Prozess verstehen

In diesem Sinne ist „Ayus“ als ein Prozess zu verstehen, der sich von der Zeugung bis zum Tod erstreckt. Der Ayurveda ist also ein System, dass sich mit der Lebenspanne zwischen der Verbindung von Samen und Eizelle und dem Tod auseinandersetzt, und zwar in all seinen Facetten: Das Kontinuum des Bewußtseins , das Lebendigsein (jivita), das Verbundensein mit dem Körper (anubandha) und der Erhalt des Lebens (dhari).
[Ca. Su. 30/22-23].

Individuelles Glücksempfinden ist Gesundheit

Gesundheit, im Sanskrit Arogya („Nicht-Kranksein“), wird in den alten Texten als „das sehr persönliche Empfinden von Glück“ (sukhasnjakam) beschrieben. Es geht also darum, für den Patienten einen Zustand zu erreichen, der seiner ganz individuellen Situation gerecht wird und zwar im Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele.

Das ist das Außergewöhnliche und Besondere im Ayurveda. Ziel aller Bemühungen im Ayurveda ist es, Gesundheit zu bewahren oder diese wieder herzustellen [Ca.Su 30/26]. Das wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus: Den persönlichen, die Beziehung, die Familie und natürlich auf den beruflichen Bereich. Ich selber habe das genau so erfahren dürfen! Hier zu meiner Vita und meinem Warum!